Artikel in der SitzPlatzFuss 16
Von Rolf C. Franck

Wie geht es Ihnen heute? Fühlen Sie sich wohl? Ist Ihnen eher durchschnittlich zumute, an einem Tag wie jedem anderen? Oder ist heute einer dieser Tage, auf die Sie gern verzichten könnten, weil Ihnen nichts Freude macht und Sie am liebsten ganz im Bett geblieben wären. Solche Zeiten, in denen einen alles „runterzieht“, kennt vermutlich jeder Mensch aus eigener Erfahrung. Das Leben ist ein ständiges Auf und Ab, und vermutlich hat James Blunt recht, wenn er in einem Song singt: „Du musst down gewesen sein, um dich high zu fühlen. Die Hochs und Tiefs unserer Stimmungen gehören dazu, auch wenn wir sicher auf so manchen traurigen Moment gern verzichten würden. Bei den meisten Menschen halten sich negative Empfindungen insgesamt jedoch in einem erträglichen Rahmen. Tatsächlich sind es oft unsere Hunde, die uns diese Momente der starken Emotionen spüren lassen, unser Leben lebendig machen und es so bereichern. Unsere Vierbeiner helfen uns besonders dann, wenn es uns schlecht geht. Wie steht es aber um sie selbst? Hunde erleben sicherlich ähnliche Momente des Auf und Ab. Sie freuen sich, wenn sie ihre Menschen wiedersehen oder wenn es zum Spaziergang losgeht, und sind vermutlich traurig, wenn ihnen etwas fehlt oder ihre Erwartungen enttäuscht werden. So wie bei uns Menschen gibt es unter ihnen Sonntagskinder, die aus jeder Situation das Beste machen und alle mit ihrem Enthusiasmus anstecken. Jeder kennt aber vermutlich auch die ernsteren Charaktere unter den Hunden, die eher besonnen und etwas skeptisch durch die Welt gehen. Können sie aber auch regelrecht depressiv werden?

 

In Wikipedia wird der Zustand der Depression als andauernde oder zeitweise Niedergeschlagenheit beschrieben, die sich dadurch auszeichnet, dass der Betreffende sich nicht mJames 039it eigener Willenskraft daraus befreien kann. Medizinische Diagnostikleitfäden wie das ICD 10 geben dazu eine konkrete Symptomliste vor, die erfüllt sein muss, um eine Depression zu diagnostizieren. Gibt es solche Zustände bei Hunden überhaupt?
Inzwischen wird niemand mehr leugnen, dass Hunde ähnliche Emotionen erleben wie wir. Wenn Gefahr droht, werden im Hundekörper die gleichen Botenstoffe ausgeschüttet wie beim Menschen, Herzschlag und Atmung beschleunigen, der Blutdruck steigt, und der Hund erlebt Angst. Sein Nervensystem, hormonelle Abläufe, der Stoffwechsel – was auf die gleiche Art funktioniert, wird sich sehr wahrscheinlich ähnlich anfühlen. Auch die Depressionsforschung nutzt Tierversuche, indem beispielsweise Ratten und Mäuse in depressive Zustände manipuliert werden. Mit ihrer Hilfe wird nach wie vor versucht, die genauen Ursachen von Depression zu ergründen. Da eine medikamentöse Erhöhung von Serotonin im synaptischen Spalt die Symptome der Depression verbessert, geht eine Theorie davon aus, dass bei der Erkrankung der entsprechende Neurotransmitter-Haushalt gestört ist.
Das allgemeine Wohlbefinden eines Hundes hängt offensichtlich genauso vom ausgewogenen Auf und Ab des Alltags ab wie beim Menschen. Bleiben Höhepunkte, Erfolgserlebnisse oder erwartete Aufmerksamkeit immer mehr aus, kann auch ein Hund in einen depressiven Zustand abdriften, aus dem er nicht mehr ohne Hilfe herausfindet. Auch chronischer Stress kann ähnliche Folgen haben. Die typischen Symptome sind beim Hund zunehmende Zurückgezogenheit, Inaktivität, Appetitlosigkeit und ein übermäßiges Schlafbedürfnis. Der Hund verliert die Vorliebe für Aktivitäten und Dinge, die ihm vorher Spaß gemacht haben. Mit diesen Anzeichen verringern sich die lustvollen Erlebnisse in seinem Alltag immer weiter und der Teufelskreis der Niedergeschlagenheit zieht das Tier immer weiter in ein andauerndes Stimmungstief. Wodurch aber kann dieser Prozess beim Hund ganz konkret ausgelöst werden? An erster Stelle stehen sicherlich gesundheitliche Ursachen.

 

Ab zum Tierarzt
Wenn man bei seinem Hund eines oder mehrere der genannten Symptome beobachtet, sollte der erste Schritt sein, ihn einem Tierarzt vorzustellen. Dies gilt besonders, wenn sich das Verhalten plötzlich, also innerhalb von Stunden oder Tagen, verändert. Zahlreiche Gesundheitsprobleme können einen Vierbeiner depressiv werden lassen, aber die häufigsten sind hormonelle Probleme und andauernde Schmerzen. Bei der sogenannten Scheinschwangerschaft von Hündinnen kommt es gelegentlich vor, dass der hormonelle Einfluss sie in eine vorübergehende Depression treibt. Normalerweise erholt sich eine solche Hündin schnell wieder, sobald der hormonelle Ausnahmezustand vorüber ist. Wenn dies jedoch eine tendenziell ängstliche Hündin betrifft, besteht die Gefahr, dass sie eine andauernde Depression entwickelt. Auch bei einer Schilddrüsenunterfunktion gehören depressive Zustände zu den häufigen Symptomen. Wenn diese Hunde richtig behandelt werden, wirken sie meist in Kürze wie komplett verwandelt. Sie sprühen wieder vor Lebensfreude und scheinen um Jahre verjüngt zu sein. Chronische Schmerzen beeinträchtigen das Wohlbefinden des Hundes oft auf zwei Ebenen. Einerseits leidet er direkt unter den Schmerzen und andererseits führen diese oft zu einer Bewegungseinschränkung. Da vieles, was Hunden Freude bereitet, mit Bewegung zu tun hat, fehlt es zusätzlich zum Schmerzempfinden immer mehr an alltäglichen Highlights wie Ballspielen, Laufen und Toben. Mit anderen Worten: Das allgemeine Wohlfühlbudget gerät aus der Balance.

 

Das Wohlfühlbudget
Unter diesem Begriff versteht man die individuelle Mischung an alltäglichen Erlebnissen, die ein Hund braucht, um sich wohlzufühlen. Bestimmte Bedürfnisse entstehen im Wesentlichen durch die „rassetypischen“ Vorlieben von Hunden, die für bestimmte Zwecke gezüchtet wurden. So ist es für den Pudel oft wichtig, sehr eng mit seinem Menschen zu leben und viel Körperkontakt zu haben. Ein Wind- oder Schlittenhund braucht es, viel rennen zu dürfen, und viele Herdenschutzhunde möchten einfach ihre Ruhe haben. Neben diesen angeborenen Bedürfnissen wird das Wohlfühlbudget von Erfahrungen und Gewohnheiten bestimmt. Hat sich ein Hund zum Beispiel daran gewöhnt, im Bett zu schlafen, und dies wird ihm von heute auf morgen verwehrt (weil der neue Lebenspartner des Frauchens den Platz beansprucht oder ähnliches), kann dies im Einzelfall den Hund aus dem emotionalen Gleichgewicht bringen. Hunden, die es gewohnt sind, täglich im Park mit Artgenossen zu toben, geht es ähnlich, wenn sie dies, vielleicht aufgrund eines Umzugs oder einer Verletzung, nicht mehr können.
Wenn wichtige Teile des Wohlfühlbudgets wegbrechen, reagiert der Hund meist auf eine von zwei Arten. Im einen Fall versucht er sich durch andere Verhaltensweisen einen Ausgleich zu verschaffen. So manches Problemverhalten wie Wildhetzen, Aggressionsprobleme oder Zwangsverhalten können so entstehen oder sich verstärken. Die zweite mögliche Reaktion ist das Abrutschen in eine Depression. Um zu verhindern, dass der eigene Hund depressiv wird, ist es daher wichtig, sich über seine Bedürfnisse im Klaren zu sein und dafür zu sorgen, dass sie erfüllt werden. Wenn Krankheiten oder geänderte Lebensumstände die Befriedigung von wichtigen Bereichen infrage stellen, ist es ratsam, auf andere Art für Ausgleich zu sorgen.

 

Trauer
Hunde sind wie Menschen tragischen Situationen durch Trennung oder Tod ausgesetzt. Der Verlust von wichtigen zweibeinigen oder vierbeinigen Lebenspartnern kann auch Hunde aus der Bahn werfen. Um Depressionsprobleme zu verhindern, sollten ihre Gefühle ernst genommen und, soweit möglich, für Ausgleich gesorgt werden. Wenn zum Beispiel der zweite Hund der Familie verstorben ist und der erste darunter leidet, wäre es vielleicht sinnvoll, möglichst bald wieder einen Zweithund anzuschaffen. Es ist auch keinesfalls lächerlich, für vierbeinige Scheidungskinder Besuchsregelungen zu schaffen. Wenn diese pragmatischen Lösungen nicht möglich sind, sollte solchen Hunden mit extravielen, schönen Erlebnissen geholfen werden, psychisch stabil zu bleiben.

 

Rudelprobleme
So wie manche Hunde unter dem Verlust eines Kumpels leiden, leiden andere unter der Anwesenheit eines verhassten Artgenossen. Als Mehrhundehalter ist man für das Wohlbefinden jedes seiner Hunde verantwortlich und sollte auch bereit sein, zu deren Gunsten schmerzhafte Entscheidungen zu treffen. Fühlt sich einer der Vierbeiner durch einen anderen ständig bedroht oder bedrängt, besteht akute Depressionsgefahr. Wenn also die Beziehung der beiden nicht mehr zu kitten ist, wäre es wohl meistens sinnvoller, und vor allem fairer, für einen von beiden ein neues Zuhause zu suchen. Wer einen alten Hund hat und sich nun einen Welpen dazuholt, sollte wissen, dass es für den Ersthund eine große Belastung sein kann, wenn ihm der kleine Grünschnabel ständig auf den Nerven herumtanzt. Manche Hunde würden sich niemals wehren, selbst wenn der Welpe sie noch so sehr belästigt. Ich bin immer wieder beeindruckt, wie unsensibel manche Hundehalter mit solchen Situationen umgehen und naiv darauf warten, dass der alte Hund sich an der Erziehung des kleinen Neuzugangs beteiligt. So mancher liebenswerte Seniorhund wurde so schon in die Depression getrieben.

 

Training über Hemmung
Verfolgt man die deutschsprachige Hundeszene, scheinen sich zwei extreme Positionen immer weiter auszuprägen. Auf der einen Seite die ausschließlichen Positivtrainer, die am liebsten nicht einmal Nein sagen wollen und beinahe jede Form von Frustration des Hundes als tierschutzrelevant ansehen. Ein solcher Umgang wird wenigstens keine depressiven Hunde hervorbringen. Diese Gefahr ist aber sehr real am anderen Ende des Trainingshorizonts. Immer mehr Hundeflüsterer, Mit-dem-Hund-Tänzer und Rudelführer stellen die Hundeerziehung so dar, als ob es vorrangig darum ginge, dem Hund Grenzen zu setzen. Meist wird die „Konditionierung des Hundes“ durch Positivtrainer als verwerflich angesehen, während man selbst ausgiebig mit einem lupenreinen, konditionierten Strafreiz arbeitet, offensichtlich ohne es zu erkennen. Viele Hunde stecken auch diese Behandlung noch weg, wenn sie sonst auf ihre Kosten kommen. Labilere Typen geraten jedoch schnell in einen Zustand der erlernten Hilflosigkeit. Dieses Phänomen wurde erforscht, indem man Versuchstiere elektrischen Strafreizen aussetzte, egal was sie auch taten. Sie reagierten mit Apathie und ließen die Stromschläge über sich ergehen. Tatsächlich ist die erlernte Hilflosigkeit ein direkter Einstieg in die Depression. Das Setzen von Grenzen für den Hund ist sicher ein wichtiger Teil der Hundeerziehung, aber eben nur ein Teil. Im Übrigen gibt es dafür freundlichere Methoden als Verängstigen durch Zischen, Kneifen, Schupsen und Treten. Wer mit diesen „Techniken“ arbeitet, braucht sich nicht zu wundern, wenn so mancher Hund depressiv wird. Dies gilt ebenso für die Psychotricks aus der Werkzeugkiste mancher Trainer.

 

Dominieren und Ignorieren
Immer noch werden Hundeprobleme häufig als Rangordnungsprobleme dargestellt. Der Hund zeigt demnach sein unerwünschtes Verhalten nicht weil er ein Problem mit der Situation hat, sondern weil er sein Herrchen im Kampf um die Alphastellung übertrumpfen will. Oft wird dann empfohlen, den Hund mit einem „Dominanzreduzierungsprogramm“ unterzuordnen. Dies beinhaltet meist längeres Nichtbeachten des Hundes und das Streichen von Privilegien, wie beispielsweise das Schlafen auf dem Sofa oder im Bett. Der Hund wird nicht gestreichelt und es wird nicht mehr mit ihm gespielt, wenn er es möchte. Ein solches Programm zeigt oft schnelle Wirkung und manche unerwünschten Verhaltensweisen werden weniger, jedenfalls solange es die Besitzer durchhalten. Die meisten Hundehalter bringen es glücklicherweise nicht übers Herz ihren Hund länger so zu behandeln. Was tatsächlich bei einer solchen „Antidominanzkur“ passiert, ist, dass der Hund in einen Depressionszustand gerät, weil er verunsichert und sein Wohlfühlbudget unausgeglichen ist. Wer ein solches Programm länger durchzieht, riskiert eine andauernde Depression seines Hundes. Besonders das Ignorieren eines Hundes, der eine enge Beziehung zu seinen Menschen hat, kann man mit Recht als seelische Grausamkeit bezeichnen. Anstatt eine pauschale Standarddiagnose zu stellen und von Dominanzproblemen oder Kontrollzwang des Hundes zu sprechen, wäre es sicher sinnvoller zu schauen, was hinter den Verhaltensproblemen steckt. So manches Mal kann der Auslöser eine versteckte Depression sein.

 

Verhaltensprobleme und Depression
Wie schon beschrieben, hat jeder Hund individuelle alltägliche Bedürfnisse, deren Befriedigung ihn in der emotionalen Balance halten. Wenn dieses Wohlfühlbudget über Tage oder länger nicht ausgeglichen ist, suchen sich die meisten Hunde neue Wege, an lustvolle Erlebnisse zu kommen. Je nach Hundetyp können diese Ersatzbefriedigungen ganz unterschiedlich ausfallen. Ein Spitz könnte hysterische Bellattacken entwickeln oder ein Terrier exzessives Buddeln. Border Collies fangen an, alles anzuglotzen und zu hetzen, was sich bewegt, und Schäferhunde zeigen manchmal ein bizarres zwanghaftes Leckverhalten. So manches Leckekzem ist deshalb so schwer zu behandeln, weil der Hund sich mit Lecken und Knabbern an der Pfote über Wasser hält, um nicht in der Depression zu versinken. Auch Aggressionsprobleme bei Hunden können durch diesen Effekt entstehen oder verstärkt werden. Sie sind oft die einzige Möglichkeit für einen unbefriedigten Hund, mal richtig „die Sau rauszulassen“. Wenn man diesen Zusammenhang erkennt und Maßnahmen ergreift, die das Wohlfühlbudget auffüllen, werden solche Probleme meist weniger, wenn sie nicht sogar ganz verschwinden. Diagnostiziert man jedoch diese Verhaltensprobleme als Dominanzverhalten, dem Fehlen von Grenzen, purem Ungehorsam oder Kontrollverhalten und geht sie mit hemmenden Methoden an, besteht akute Depressionsgefahr. Bekommt der Spitz beispielsweise ein automatisches Antibell-Halsband oder wird das Aggressionsproblem mit dem Stachelwürger unterdrückt, bleibt dem Hund keine Chance auf Besserung. Jeder kennt den traurigen Anblick eines „gebrochenen“ Hundes, und wir wissen inzwischen, dass dadurch auch noch zahlreiche Gesundheitsrisiken entstehen.

 

Angst vor der Angst
Die größte Gefahr von Depressionen besteht sicherlich bei Hunden, die Angstprobleme haben. Das Schreckgespenst der generalisierten Angst schwebt über jedem dieser Tiere. Ein Hund, der sich vor lauten Knallgeräuschen fürchtet, wird bald auch Angst vor dem Weg am Schießstand haben. Nach dem nächsten Sylvester traut er sich kaum noch vor die Tür. Dann wird man vielleicht noch beim Spaziergang von einem Gewitter überrascht und er rennt panisch um sein Leben. Die zunehmende, immer mehr verallgemeinerte Ängstlichkeit hält den Hund dann davon ab, Dinge zu tun, die ihm immer Freude bereitet haben. Sein Alltag wird immer eingeschränkter, verzweifelter und weniger lebenswert. Für solche Hunde sind die zugelassenen Antidepressiva oft die einzige Hoffnung darauf, ein Mindestmaß an Lebensqualität zurückzugewinnen. Es gibt also gute Gründe, an Angstproblemen sofort zu arbeiten und ihnen rechtzeitig vorzubeugen. Die beste Vorbeugemaßnahme ist es, schon Welpen wirksame Angstbewältigungsstrategien beizubringen. Die wichtigste Rolle spielt hier die menschliche Bezugsperson, die jederzeit bereit sein sollte, für den Welpen den sicheren Hafen, den Fels in der Brandung und die Mutter Courage gleichzeitig zu spielen. Hunde, die früh gelernt haben, dass sie bei ihren Besitzern in Sicherheit sind, entwickeln selten echte Angstprobleme. Was wird aber immer noch den frischgebackenen Hundeeltern empfohlen, wenn der Welpe Angst hat? Sie sollen ihn ignorieren, damit sie nicht die Angst durch ihre Aufmerksamkeit positiv verstärken. Bei dieser häufigen, unsinnigen Empfehlung ist es kein Wunder, dass es heutzutage so viele Hunde mit Angstproblemen gibt. Die meisten Welpenbesitzer würden einen verängstigten Welpen am liebsten auf den Arm nehmen und an den Körper drücken und damit alles richtig machen. Entweder unterlassen sie es jedoch, weil sie gelesen oder gehört haben, dass es falsch sei, oder sie bekommen sofort „wertvolle“ Hinweise von schlauen Hundekennern und tun es nie wieder.

 

Intuition
Aus meiner Praxis als Verhaltensberater weiß ich, dass es immer mehr verunsicherte Hundehalter gibt, die sich so umfangreich informiert haben, dass ihnen das eigene Bauchgefühl komplett abhanden gekommen ist. Sie haben ein schlechtes Gewissen, weil der Hund zum Beispiel im Bett schläft oder sie mit ihm nicht konsequent genug umgehen. In kritischen Situationen sind sie oft blockiert, das Richtige zu tun, weil sie Angst haben, dass es das Falsche sein könnte. Nichts spricht gegen eine umfangreiche Bildung auch im Bereich des Hundetrainings, aber Hundehalter sollten sich viel weniger reinreden lassen. Stattdessen sollten sie häufiger das tun, was sich gut anfühlt, und so für sich und ihren Hund ein bereicherndes Zusammenleben mit vielen schönen Momenten schaffen. Dies wäre sicher nicht nur eine gute Vorbeugemaßnahme für Depressionsprobleme beim Vierbeiner.

Depressionen beim Hund